Techniktrends ohne Zukunftsblasen: Welche Trends wirklich bleiben – und welche wieder verschwinden

Shownotes

In dieser Folge von „Was uns bewegt“ spricht Host Wolfgang Schulz, Leiter Vertrieb Großkunden bei der BMW Group in Deutschland, mit Prof. Dr. Wolfgang H. Schulz von der Zeppelin Universität über aktuelle Mobilitätstrends – und die Frage, welche davon echte Substanz haben.

Im Fokus steht ein nüchterner Blick auf Innovation: Warum entstehen gerade in der Mobilität immer wieder Hypes? Woran lässt sich früh erkennen, ob eine Technologie langfristig relevant ist – oder nur kurzfristig Aufmerksamkeit erzeugt?

Der Experte erklärt, welche Kriterien helfen, Trends realistisch zu bewerten, und warum einfache Prüfmodelle oft hilfreicher sind als große Zukunftsversprechen. Dabei geht es auch um die Frage, welche Entwicklungen aktuell überschätzt werden – und welche eher unterschätzt, obwohl sie das Potenzial haben, Mobilität nachhaltig zu verändern.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Rolle von Künstlicher Intelligenz: Ist sie im Mobilitätskontext noch ein Hype oder längst eine Schlüsseltechnologie? Und wie können Unternehmen in Europa technologische Souveränität bewahren, ohne den Anschluss an globale Entwicklungen zu verlieren?

Die Folge zeigt: Zukunft entsteht selten entlang großer Visionen – sondern durch belastbare, schrittweise Entwicklungen. Wer genauer hinschaut, erkennt früh, welche Trends wirklich bleiben.

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Mehr Informationen zu „Was uns bewegt“ gibt es auf der Homepage: https://www.bmw.de/was-uns-bewegt

Transkript anzeigen

00:00:04: Also ich glaube, es wird die Flugtaxis jetzt nicht geben.

00:00:07: Wenn die Straße, wenn die Brücke und die Eisenbahn nicht repariert wurden, dann nützt mir auch ein Regionalzug mit einer... App-Verbindung relativ wenig.

00:00:16: Und das ist, glaube ich so die Erkenntnis, die auch ankommen muss im politischen Raum, dass eine wesentliche Voraussetzung um diese ganzen Vorteile der Digitalisierung und der KI zu ermöglichen nur dann realisiert werden können wenn die physische Infrastruktur dafür leistungsfähig

00:00:33: ist.

00:00:49: Ideen und auch Entwicklungen die Mobilität heute und morgen prägen.

00:00:55: Mein Name ist Wolfgang Schulz, ich bin leider Vertrieb an Großkunden im Markt Deutschland und ihr Host.

00:01:03: Ja kaum ein Bereich ist so stark aktuell von Zukunftsbildern geprägt wie Mobilität.

00:01:08: Topics wie autonom elektrisch vernetzt KI gesteuert.

00:01:12: Manche Trends verändern tatsächlich Wie wir uns sofort bewegen aber andere Sorgen auch.

00:01:17: vor allem verschlagt sollen Fragen wie woran erkennt man früh, ob eine Entwicklung wirklich Substanz hat.

00:01:23: Welche Technikthemen werden überschätzt?

00:01:25: Welche unterschätzst?

00:01:27: und warum ist ein nüchterner Blick auf Innovation oft spannender als jede große Vision?

00:01:32: Darüber spreche ich heute mit Prof.

00:01:34: Dr.

00:01:35: Wolfgang Haar-Schultz.

00:01:37: Er leitet das Center für Mobility Studies und in Lehrstuhl für Mobilität Handel und Logistik an der Zeppelin Universität Infriedrichshafen.

00:01:47: Wir haben auch schon sehr viele gemeinsame Projekte, die wir gemacht haben in der Vergangenheit und aktuelle Projekten wo sie zusammen sind.

00:01:55: Herr Professor Schulz schön dass Sie da sind.

00:01:57: vielleicht können Sie über diese Themen vor ein paar Informationen unseren höheren Zuhören geben?

00:02:05: Ja herzlichen Dank für die Einladung und für die Möglichkeit hier uns gedanklich auszutauschen.

00:02:10: In der Tat ich habe eine ganz lange Geschichte mit BMW.

00:02:13: das fing an mit großen Projekts zum automatisierten Fahren und führte dann zu Projekten im Bereich der Elektromobilität.

00:02:21: Und wir haben aktuell mit Secure ein Projekt gefördert vom Bundesministerium für Verkehr, wo wir die Warteschlangen- und Reservierungsfunktionen bei der Ladestation untersuchen – gerade wie er als Ökonom Nicht die Technik entwickeln, sondern wir begleiten BMW und die anderen Partner in der Entwicklung von entsprechenden Customer Journeys und Rollenmodellen.

00:02:48: Wie man solche Systeme umsetzen kann, um die technologische Akzeptanz von Elektromobilität durch ein optimites Laden zu erhöhen.

00:02:57: Wunderbar!

00:02:57: Dann lasse ich noch gleich mal in die Themen einsteigen.

00:03:00: Ist ja, glaube ich momentan im Bereich Mobilität an Themenfeld das unheimlich dynamisch und zukunftsrechtet ist.

00:03:10: Sie beschäftigen täglich mit Zukunftsfragen rund um die Mobilität.

00:03:16: Würde ich direkte Frage an sie, macht ihr das hoffnungsvoller oder skeptischer gegenüber großen Technikversprechen?

00:03:23: Ja danke für diese Frage!

00:03:25: Also dass das entscheidend ist... Ich bin auf der einen Seite nicht naiv-hoffnunsvoll aber auch nicht skeptisch gegenüber Technik versprechen.

00:03:35: Technologischer Vorschritt ist immer möglich.

00:03:38: Und auch gerade in der Mobilität hat man das gesehen, beispielsweise die Einführung des Automobils innerhalb einer kurzen Zeit von knapp zehn Jahren eine Erfolgs-Story.

00:03:50: Das heißt also technikversprechen können sehr erfolgreich sein aber manche technik versprechen können auch utopisch und überzogen sein und insofern muss man halt dahinter schauen.

00:04:02: Ist es wirklich nur eine Utopie?

00:04:04: Es ist nur etwas, was sehr groß erscheint oder hat das auch eine Auswirkung die zu einer Nutzung führen wird.

00:04:14: Ich sage mal an dieser Stelle nehmen wir beispielsweise Jules Verne mit seiner Vorstellung von der Mondfahrt.

00:04:21: in dem Augenblick wo er es formuliert ist es eine Utopia Aber es ist eine Utopie, die ein Möglichkeitsraum erschießt.

00:04:28: Und insofern nach diesen Technikversprechen kommt dann irgendwann die Umsetzung und das ist glaube ich das was man entzaubern muss.

00:04:38: Was ist eine Illusion?

00:04:39: Was is' eine Vision?

00:04:41: Und was ist wirklich etwas was da ist und was umsetzbar ist?

00:04:45: Wie es angesprochen an Mobität ist ja wirklich ein Fokussthema ob wir über individuale Mobität sprechen.

00:04:52: oder würde ich auch der gesellschaftliche Fokus auf Mobilität.

00:04:56: Es gibt viele Hypes und auch Zukunftserzählungen, warum wirken denn immer so stark?

00:05:02: Ja also man muss das wirklich mal auf eine ganz andere Stufe ziehen.

00:05:07: Ich sitze ja privat, lebe ich an der Nähe vom Neanderthal von Düsseldorf Und ich finde die Arbeiten von einem berühmten Neanderthaal-Forscher Ludovic Slimak finde ich eigentlich ganz gut.

00:05:20: Der hat herausgearbeitet den Unterschied zwischen dem modernen Menschen und der Neandertaler.

00:05:25: Der moderne Mensch ist in der Lage durch Mobilität sich neue Räume, neue Nahrungsmittel zu erschließen während der Neanderthaler tatsächlich irgendwie ein bisschen immobil war.

00:05:38: Und ich glaube das ist so eine Art tieferwurzelte menschliche Entwicklung dass Mobilität für den Menschen an sich wichtig ist.

00:05:47: Es geht eigentlich auch nicht nur um die tägliche Mobilität zur Arbeit oder es geht doch nicht um die Gütermobilität, sondern es geht auch vielmehr um diese Möglichkeit sich auszutauschen.

00:05:57: und gerade wenn man mal sich das anschaut da gibt's immer als gutes Beispiel den Rickard Oeste.

00:06:04: Ja der Rickard Östig ist Chemiker kommt aus Kaninavien und besucht eine Konferenz in Japan in den achtziger Jahren und sieht Sojamilch.

00:06:13: Wer er nicht auf dieser Konferenz gewesen hätte, hat die Soja mächtig gesehen und hätte sich nicht die Frage gestellt.

00:06:18: Kann man auch Hafermilch machen?

00:06:21: Ja und dadurch haben wir eine wahnsinnige Innovation, die auch ökologisch total nachhaltig und wichtig ist.

00:06:28: aber die ist nur entstanden durch den kulturellen Austausch der durch Mobilität ermöglicht wurde.

00:06:35: Und das ist glaube ich sozusagen der Grund warum Mobilität so wichtig ist und auch beim Menschen immer letztendlich diese Gefahr hat, dass es zu halb führt.

00:06:45: Ja?

00:06:46: Man bringt Dinge zusammen wie Sie da gestellt haben.

00:06:49: Wenn man jetzt mal noch weiter in die Zukunft schaut und wir auch über Trends sprechen... und ich sage mal Trends sind das für mich so mein Trends, die aus dem Mal kommen wo auch Innovationen dann in diese Richtung auch getrieben werden.

00:07:05: Aus Ihrer Sicht Professor Schulz Woran erkennen Sie denn, ob jetzt ein Trend wirkliche Substanz hat oder nur ein Fake Word ist?

00:07:15: Ja es muss jetzt mal sehen.

00:07:17: im Kontext.

00:07:18: Ich bin der Ökonom und wenn ich mir sozusagen auch den Erfolg von Innovation in der Vergangenheit anschaue, auch in anderen Bereichen am Ende des Tages ist immer ein Produktivitätsvorteil Es ist immer etwas was die Transaktionskosten senkt.

00:07:34: ja Also was ist das, was das auslöst?

00:07:37: Ist es eine Verbesserung der Abläufe?

00:07:40: können Kosten gesenkt werden.

00:07:41: Kann Zeit gespart werden?

00:07:42: kann die Sicherheit erhöht werden?

00:07:44: gibt es neue Handlungsoptionen?

00:07:46: so wenn wenn das nicht gegeben ist dann ist eine Innovation letztendlich nicht erfolgreich und das gilt für das Mobiltelefon, für das iPhone.

00:07:55: Das gilt auch für das autonome Fahren, das gilt auch die Elektromobilität.

00:07:59: Das ist ja ein Grund wo sich die Elektro-Mobilität zu schwer tut.

00:08:03: Es ist objektiv eine gute Technologie aber der Einzelne, der in Urlaub fährt, der eine Reise macht erfährt nicht diesen Vorteil weil es ihn noch nicht gibt.

00:08:14: wenn diese Reichweitenproblematik gelöst wäre und es keine Verschlechterung geben würde in den Transaktionskosten, beim Fahren auf langer Distanz dann wäre Elektromobilität natürlich viel erfolgreicher.

00:08:27: Das muss man klar sehen.

00:08:28: das kann man natürlich ändern aber man muss auch akzeptieren dass es diese Hinderungsgründe gibt.

00:08:36: Ja ja ist ein interessantes Ansatz.

00:08:38: vielleicht nochmal zurück zum Thema Trend was mich noch mal interessieren würde.

00:08:42: aus Ihrer Sicht und ich sage das in Äkonom Bin ich auch.

00:08:46: Ich bin Kaufmann von Großkonvertrieb, zuständig hier in der BMW-Gruppe und die Frage ist immer, in welche Innovationen steuere ich dementsprechend mein Produktportfolio?

00:08:55: Und wenn jetzt Trends kommen können aus unterschiedlichen Bereichen sein.

00:09:00: Trendskommende direkt aus dem Markt, aus Kundensicht, Trendskommen aus dem gesellschaftlichen Bereich, aus politischen Ebenen – wie differenzieren sie das dann?

00:09:09: In welchen Bereich dann Produkteinnovationen getrieben werden?

00:09:14: Ja, also für diese Fragestellungen hätte ich letztendlich vier Prüfragen, die man stellen könnte.

00:09:21: Also erste Frage ist, erhöht die Technologie, die Produktivität oder die Effizienz?

00:09:26: Ist es wirklich etwas was Zeit senkt, was die Kosten senkt und was die Kapazitätsauslastung verbessert, was sich auch als Unternehmen in meinem Unternehmen in der Produktionsfunktion nutzen kann?

00:09:39: Das ist das ist die erste Frage!

00:09:41: Die zweite Frage geht auf die Nachfragaseite ist es etwas, was die Transaktionskosten der Nutzerinnen und Nutzersenkt.

00:09:49: Ist das etwas, das die Nachfrageseite ermöglicht oder eine Nachfrage-Seite ermötigt, besser zu planen, bekremer zu reisen, Dinge einfacher zu gestalten?

00:10:05: Das Dritte ist natürlich, was Sie auch gesagt haben ganz wichtig.

00:10:08: da kommt schon ein bisschen die Politik mit dem Spiel.

00:10:11: passt es in politischen Gegebenheiten.

00:10:16: Ist es etwas, was von der Politik akzeptiert wird?

00:10:20: Ja ist die Politik bereit auch für diese Dinge beispielsweise institutionelle Rahmenbedingungen zu schaffen in Form von Regulierung Gesetzen oder auch möglicherweise in Vorleistung zu gehen mit Infrastrukturinvestitionen?

00:10:37: Und das Letzte ist dann die Frage, ob das für die Gesellschaft als Ganzes als etwas Positives erfahrbar ist.

00:10:45: Dass man nicht nur eine Gruppe hat, die davon profitiert, sondern dass wir im Grunde einen gesellschaftlichen Konsens haben und sagen ja Wir haben dafür ne grundsätzliche Akzeptanz Das finden wir gut extrem besser gestellt.

00:10:58: Manche werden vielleicht nicht so besser gestellt, aber gesellschaftlich ist es okay weil wir damit ein bestimmtes gesellschaftliches Ziel auch erreichen können.

00:11:05: Also

00:11:05: das sind sehr interessante, ich sage mal hinworte ein vielstufiges Prüfmodell was sie gerade vorgestellt haben.

00:11:13: Was mich interessieren würde wenn Sie so einen Modell auch dementsprechend anwenden Gibt es für Sie eine Frage eins, eine Prüfmethode die als erstes getestet worden soll und gibt es einen Prüfbereich wo ich mal sage das ist der Wichtigste der alle anderen überlagert?

00:11:39: Als Prüfmethode?

00:11:42: gibt es in der Wissenschaft diese Technologie Akzeptanzmodelle.

00:11:46: Ja, wo man also grundsätzlich in einer sehr sehr sehr frühen Phase sagen kann also hier ist die Technologie so ist die technologie und ich kann mit diesen mit den mit der funktionalen beschreibung der technologie.

00:11:59: Kann ich im Grunde herausfinden ob es grundsätzlich für diese technologie eine akzeptanz gibt?

00:12:05: ja dass das ist eine ganz, ganz wichtige Entscheidungen.

00:12:09: Die andere Entscheidung ist im Grunde letztendlich wir bekommen viele neue bahnbrechende Technologien eigentlich nur kooperativ in den Wagen und für dieses Kooperative brauchen wir eine wettbewerbskonforme Organisationsform.

00:12:26: also wir brauchen im grunde letztendling Architekturen, technische Systemarchitektur und ökonomische System-Architekturn.

00:12:34: So will ich das mal formulieren.

00:12:36: Ich muss auf der einen Seite die Technologie entwickeln.

00:12:38: Und wenn nicht die Technologie Entwickler, dann muss sich aber parallel auch immer das Ökonomisch mitdecken.

00:12:45: Ja ja.

00:12:46: Das ist ganz wichtig in der Automobilindustrie.

00:12:48: Das haben wir in anderen Beispielen, in anderen Studien, haben wir das gemacht, wenn die Beschaffung nicht wird er Forschung redet oder die Forschung nicht mit der Beschaffungsrede.

00:12:59: Ein Missverhältnis zwischen dem, was ich technisch gerne hätte und was sich nachher in der Serienproduktion umsetzen kann.

00:13:06: Und das ist halt sozusagen immer das Mitdenken ökonomischer Bedingungen ökologischer Notwendigkeiten bei der technologischen Entwicklung.

00:13:16: die Technik Themen wie jetzt von ihnen beschrieben Speziell auch im Bereich Mobilität sehr hochkomplex und auch die verschiedenen E-Minens vom Individualbereich bis politisch nach geopolitischen Bereich ist eine riesen Bandbreite.

00:13:30: Aus Ihrer Sicht gibt es auch aktuell Technik Themen, spezielle Mobilität, die einfach auch überschätzt werden aktuell?

00:13:39: Ja ich hätte jetzt gesagt was gerade aktuell überschätzelt ist sicherlich die Space Mobility.

00:13:44: ja also diese dieser Aufbruch in Richtung Mars.

00:13:48: Das ist, glaube ich eine Sache... das ist eine große Erzählung und etwas sehr Utopisches.

00:13:55: Es wird dort in diese Dinge investiert aber kurzfristig ist es sozusagen nicht.

00:14:02: das was man letztendlich erwartet ist kurzfristigt umsetzbar.

00:14:09: Also aus Ihrer Sicht auch mehr politisches Muskel spielen, auch zwischen den Nationen.

00:14:17: Das Thema geht bis man rauszieht.

00:14:20: Wo ich jetzt nur von außen betrachte ... Ich habe die gleichen Einschätzung wie Sie.

00:14:28: Wenn ich dann höre, ist es da möglich in der Region gibt das Wasser mal was anzusiedeln?

00:14:34: Da muss ich schon sagen, dass die Investi dafür getroffen werden eine Antwort auf diese Frage zu stellen.

00:14:46: Fährt mir auch so ein bisschen die Effizienz für so Topics, aber interessant von ihrer Sicht das zu hören?

00:14:55: Aber gerade das was Sie gesagt haben führt zurück zur Ausgangseinschätzung der Nüchternheit wenn man langfristig das Thema betrachtet und sich das anschaut was quasi möglich ist mit Satellitentechnologie, was man dann auf der Erde dadurch erreichen kann.

00:15:13: Das ist eigentlich das, was viel wichtiger ist.

00:15:15: aber das ist zurzeit nicht im Blick dieser Storytelling und das wird aber sozusagen diese terrestrische Mobilität langfristig durch die Möglichkeiten, die wir nicht auf dem Mars, aber im Weltraum grundsätzlich haben, besser beeinflusst und führt zu Effizienzgewinnen die wir jetzt noch gar nicht sehen.

00:15:38: Ja, aber

00:15:39: wie Sie gerade auch angesprochen haben ist immer der Bereich wo nur Schätz wird wenn man sich mal anschaut.

00:15:44: Gerade das Thema Salittentechnik ob es jetzt immer im Rheinwurzelnbereich ist, Sementärischen-Bereich ist ja die Basis für alles.

00:15:52: und da sehe ich natürlich auch Wenn man sich einmal anschaut das Thema Europa zu USA dass man dort in allen Bereichen massiv abhängig ist von USA, weil dort natürlich dementsprechend die es halt in Zugänge sind.

00:16:12: Respektive Auswertungen und so weiter.

00:16:14: Und was wir natürlich auch sehen jetzt mal im Zivilbereich auch autonomes Fahren

00:16:20: usw.,

00:16:21: man muss schon einmal in diese Bereiche massiv rein investieren um dementsprechend dann auch autonom zu sein nicht nur beim fahren sondern würde ich auch in den Themen ausgestalten Auswertung von Systemen und langfristig nicht abhängig von anderen Partnern zu machen.

00:16:38: Ja, das ist eine wichtige Frage die eigene Unabhängigkeit in bestimmten Bereichen.

00:16:45: Das ist aber auch eine sehr kritische Fragestellung weil wir natürlich erkennen müssen dass natürlich die großen Hyperscaler also Google, Apple, Facebook, Amazon, dass sie uns natürlich überlegen sind Das das führt uns eigentlich so auch in die nächste Frage der künstlichen Ligenz.

00:17:13: Ich finde es immer als Ökonom finde ich das immer so traurig, die Hyperscaler haben relativ früh das gemacht was Karl Marx und Engels beschrieben haben.

00:17:23: Die haben relativ früher nicht ein riesengroßes Server Kapazitäten investiert, haben diese Server kapazitäten relativ schnell abgeschrieben, haben damit einen Markt eintrittsperrenden Preis ermöglicht.

00:17:36: Ein sehr niedrigem Preis, preisgleich Grenzkosten und haben damit die Hardware geschaffen für die heutige KI.

00:17:45: Ohne diese riesigen Serverkapazitäten wäre die KI ja gar nicht möglich.

00:17:50: Und jetzt kommt das große Problem was wir auch gerade in unserer Forschung bezogen auf die deutsche Automobilindustrie seit Jahren immer wieder untersuchen dass wir jetzt ein strukturell Nachteil haben.

00:18:04: Die deutsche Automobilindustrie ist in der Lage, mit sinkenden Durchschnittskosten zu produzieren bei konstanten Grenzkosten aber die Halberscaler oder Nvidia können noch ihre Grenzkosten senken.

00:18:18: das heißt also sie haben nicht nur sinkende Durchschutzkosten sondern sie haben sinkende Grenzkonsten und das ist ein Vorteil den die Unternehmen durch die massiven Investitionen in die Serverkapazitäten und in diese AI-Factories realisieren.

00:18:33: Und jetzt ist die Frage, was macht man als Industrie?

00:18:37: Da haben wir auch lange darüber nachgedacht!

00:18:40: Man kann natürlich wenn man jetzt mutig ist sagen ich nutze erst einmal diese Vorteile der großen Hyperscaler aber das was sich an Vorteilen erreiche reinvestiere ich später für den Ausstieg.

00:18:57: Weil zum jetzigen Zeitpunkt zu sagen, ich baue jetzt das System auf, dazu bräuchte man finanzielle Mittel die die Politik nicht bereitstellen kann, die die Unternehmen nicht bereit stellen können und nicht gerade in der wirtschaftlichen Situation so dass es jetzt gar keinen ökonomischen Sinn machen würde eine Gegenstrategie aufzubauen sondern jetzt wäre es im Grunde klüger die Vorteile mitzunehmen.

00:19:23: Aber das, was man realisieren kann an Gewinn also in der Ökonomie, dass man das ja hier rent zieht.

00:19:30: Also man sieht quasi die Rente rüber aus den USA und nutzt das was man gespart hat um sich dann irgendwann mal den Austritt aus diesem Log ineffekt zu erkaufen.

00:19:44: Noch einmal zurückzukommen in eine Sanne, was Sie gesagt haben zum Thema KI Und vor allem auch unter dem Aspekt Investition in KI, was ja bedingt natürlich sehr groß rechne Kapazitäten und Leistungen dementsprechend zu haben.

00:20:07: Viele sagen da ist es auch eine gewisse Wette in die Zukunft.

00:20:11: Wie sind da Ihre Einschätzung jetzt mal gegenübergestellt?

00:20:15: Die zwei extrem Pole Sie haben es vorher angesprochen, die Unternehmen aus der USA.

00:20:22: Die natürlich auch in KI maximale investieren einen extrem großen Investmentaufwand haben um das demischen Darstellen zu können.

00:20:34: und jetzt mal gegenläufig geschaut im Bereich China wo KI mit Modularen Baustein auch aufgebaut wird, vielleicht nicht ganz so effizienter gut als USA aber wesentlich günstiger.

00:20:53: Am Schluss geht es ja wirklich KI reinzubringen in Prozessoptimierungen in verschiedenen Varianten.

00:20:59: was ist denn aus Ihrer Sicht wenn Sie das wirklich mal strategisch sehen welche Strategie Richtung Zukunft ihr Volksversprechendes?

00:21:12: Ja, das ist ja schon eine Frage.

00:21:15: Und zwar hinter dieser Frage steht auch nochmal der Aspekt was ist das Basiswerturteil bei der KI-Entwicklung?

00:21:23: So und ich glaube, dass es eine große Unterschiede zwischen USA oder China oder zwischen Europa... ...und China und vielleicht mal zwischen Europa und USA wenn nicht ein KI System habe und auch wenn wir uns jetzt selber mal unser Nutzungsverhalten anschauen dann habe ich ja immer eine Art Basis wertvoll, dass sich sage beispielsweise Ich nutze dich jetzt als KI als Wirtschaftsprofessor oder ich nutze Dich als KI Als Journalist und meine journalistische Ausrichtung ist die und die.

00:21:55: Und Die Frage ist halt immer Wir sind ja eine eine Dezentral marktwirtschaftlich demokratische Gesellschaft und das ist ja ein Wert total.

00:22:07: also dass ich beispielsweise sage wenn ich bestimmte Lösungen haben will will ich keine zentrale Lösung, die für alles anwende.

00:22:16: Und ich will ja letztendlich dezentrale Lösung und deswegen ist auch glaube ich der... Ist es wichtig dass man die Entwickler stellt, die eine KI entwickeln?

00:22:26: Ja weil gerade im Entwickler selber das untersucht einer meiner Doktoranden, er untersucht das oder hat es jetzt untersucht und hat es fertig gestellt in der Doktorarbeit.

00:22:37: was für ein Einfluss hat das das Wertesystem desjenigen, der ein Algorithmus entwickelt.

00:22:43: Und dementsprechend führt der Algorithm zu einer Lösung und ich glaube wir sind stärker als die US-amerikaner und definitiv stärker.

00:22:51: wie die Chinesen wissen wir eigentlich dass dezentrale Lösungen stabilere Lösungen sind, bessere Lösungs sind technologischen Fortschritt in der Zukunft ermöglichen, als wenn ich einen zentralen Ansatz war.

00:23:04: Und das ist glaube ich das wo wir zurückkehren müssen.

00:23:07: und deswegen ist es eigentlich wichtig zu sagen Wir folgen weder den Chinesen in ihrer KI-Entwicklung, wir folgen begrenzt den US Amerikanern.

00:23:18: aber wir setzen da noch ein bisschen mehr die Dezentralität drauf unter dieses Vertrauen auf diese Dezentualität.

00:23:26: Spannender Antatz, was Sie gerade auch schildern und auch die Arbeit von einem Ihrer Doktoranden.

00:23:33: Das bringt mich jetzt zur nächsten Frage noch mit Zogen auf deutsche Konzerne.

00:23:39: Was können oder sollten denn deutsche Konzernen tun?

00:23:43: Gegenüber Technologiemonopolen, jetzt mal würde ich die zwei Bookends USA-Kina in Deutschland auch viel gemacht.

00:23:51: Man sieht ja auch in der Presse viele Muldesnassale nehmen und investieren da stark aber dort unabhängig zu bleiben was ist denn das so mal ihre Leitlinie?

00:24:02: Ja also wir kommen selber aus einer ganze Reihe von GEIX Projekten die wir begleiten durften Und wir haben mit diesen Ansätzen wie diese GEI X Projekte die in den letzten Jahren gefördert worden sind, haben wir Kooperationsmodelle wie wir letztendlich Datenräume aufbauen können.

00:24:21: Digitale Datenräumen entwickeln können und da ist auch eine Automobilindustrie spürbar dass das Problem erkannt ist und dass man auch Lösungen haben will so was ich immer als Ökonom sage und als Industrieökonom letztendling auch sage ist natürlich wenn wir gegen Hyperscaler konkurrieren müssen eine andere Kooperationsfähigkeit haben.

00:24:45: Und diese Kooperierungsfähigkeit bedeutet letztendlich, die Politik muss auch den Raum öffnen, dass diese Kooprationsmöglichkeiten gegeben sind.

00:24:55: und da muss man auch mal über Wettbewerbsleitbilder nachdenken.

00:25:01: Man muss darüber nachdenkt ob die Wett bewerbensleit Bilder, die wir sie haben, ob die angemessen und zeitgemäß sind, ob Sie uns in die Lage versetzen europäischer Ebene auch mal über den Wettbewerbsrahmen nachhängen.

00:25:18: Und das ist glaube ich ein wichtiger Punkt, wo die Industrie alleine nicht weiter kommt, wo sie ganz dringend auf politische Unterstützung angewiesen ist und auf eine strategische politische Auch bereit ist, Rahmenbedingungen Europa zu ändern.

00:25:37: Ich möchte das nicht zu politisch so mal in die Themen reingehen.

00:25:41: Wobei?

00:25:41: eins würde ich dort noch mal interessieren.

00:25:45: Sie haben ja wirklich das Gesamtbild auch vor Augen.

00:25:50: Wie sehen sie denn da die europäischen Richtlinien?

00:25:56: Die dazukünftig würden sich die Rahmenbedeemungen auch für die Unternehmen in Deutschland oder auch in Europa schaffen?

00:26:02: Ja, also ich sage es mal so.

00:26:06: Man erkennt das man ein Problem hat und was man eigentlich benötigen würde wäre eine Befreiung stark in dem man einfach mal sagt wir machen einen Deregulierungskommissar.

00:26:15: Wir gehen hin und nehmen mal einen Kommissar der nur diese Frage aufstellt was können wir abschaffen oder dass man Regeln einführt und sagt wenn eine neue Regel kommt müssen drei Regeln abgeschafft werden.

00:26:28: Das Problem ist, was ich in Europa sehe.

00:26:30: Dass wir natürlich sehr stark eine Verwissenschaftlichung haben aber die eine Scheinverwissenschaftlichkeit ist.

00:26:36: das heißt Die europäische Kommission hat selber ja Ratensinstitutionen gegründet, die sie wissenschaftlich beraten und dass es ein ungünstiger Entwicklung weil Sie natürlich innerhalb des Systems beraten.

00:26:55: Es ist ganz, ganz wichtig was wir auch in Deutschland haben.

00:26:57: Sie brauchen diese unabhängigen Universitäten die Unabhängige Forschungsinstitute und nicht noch irgendwelche europäischen Forschungszentren die für die Europäische Kommission Forschung machen.

00:27:10: Und das ist ein wichtiger Punkt dass man sagt Wir kennen das Problem und wir wollen eine.

00:27:17: Wir müssen es institutionell lösen indem wir selbst eine Institution schaffen die jetzt einmal rangeht und sagt, also wir gucken aus einer völlig anderen Perspektive rein.

00:27:26: Und wir grätschen auch mal dazwischen bei den anderen Kommissaren und sagen immer, ihr müsst da mal bei euren Regulierungen die Einsgrade sein lassen um das Mal salopp zu formulieren.

00:27:38: Das heißt aus Ihrer Sicht würde ich an das Thema Technologie fragen objektiv nicht denn auch dementsprechend ranzugehen?

00:27:49: Oftmals kommen ja auch Emotionen, wenn man hochgespielt hat.

00:27:52: Teilweise auch KI wird mit Ethik-Demonstranten vermischt.

00:27:56: Das heißt die Ansätze ist wirklich dahingehend auch politische Partner dementsprechend über Institution zu beraten, die einfach dieses Thema neutral wissenschaftlich und auch strategisch angehen.

00:28:12: Ja so würde ich das formulieren aber ich würde noch einen Aspekt draufsetzen weil wir haben in der Ökonomie Wir haben ja über Effizienz gesprochen und wir wissen ja selber, es gibt statische Effizienten.

00:28:23: Und es gibt dynamische Effizenzen.

00:28:26: Ich sitze auch bei einigen Verbänden in Ausschüssen und beispielsweise haben wir eine Mobilität für einen Fahrermangel.

00:28:34: Das weiß jeder!

00:28:34: Wir haben einen Fahrermangel für Lkw-Fahrer.

00:28:37: So ich kann jetzt den Fahrermangeln lösen indem ich Fahrer nach Europa hole und damit habe ich eine Statische Effektion hergestellt.

00:28:46: Aber ich kann auch den Fahrermangel lösen durch Investition in Kapital, in automatisiertes Fahren.

00:28:53: Und wenn ich das automatisierte Fahren voranbringe habe ich kein Fahrermangel mehr und das ist eine dynamische Effizienzlösung.

00:29:03: Ich sage mal im Wettbewerb der Volkswirtschaften sind wir ja immer noch eine kapitalintensive Volkswirtschaft und von dem Hintergrund müssten wir unsere dynamischen Effizience durch kapital-intensive Investitionen in Kapitalinvestiertechnologien stärken.

00:29:20: Und das ist so bei aller Nüchternheit zu sagen, wir wollen nicht... ...in der Statik also in der jetzt Situation alles besser machen sondern wir wollen es grundsätzlich besser machen weil wir dann auch grundsätzlich nachhaltiger sind und auch Grundsätzlich ökologischer weil wir mehr einsparen können dadurch ja durch diese Verbesserung.

00:29:42: Das ist noch mal fundamental weil natürlich Das ist natürlich ein Vorteil des automatisierten Fahrens, dass ich ja dann wirklich auch meine Verkehrsflüsse optimieren kann und damit auch Umweltersparnisse erzielen kann.

00:29:55: Also ich habe eben noch darüber hinausgehende Effizienzgewinne und das sollte eigentlich das Ziel sein.

00:30:00: Sehr interessant Ansatz was Sie da angesprochen haben!

00:30:04: Jetzt hätte ich eine abschließende Frage nochmal zu dem Topic Mobilitäts Trends Und wir haben jetzt schon über einige Immobilitätstrends gesprochen, wo sie auch so mal den Kontext noch einmal geliefert haben.

00:30:18: Aus Ihrer Sicht gibt es aber auch Trends, über die wir nicht gesprochen haben, die uns zukünftig negativ oder auch positiv überraschen werden?

00:30:28: Also ich glaube, es wird ... Die Flugtaxis wird's nicht geben!

00:30:32: Ja und solche Sachen wie den Hyperloop, dem man ja auch angedacht hat.

00:30:37: Den wird es ja nicht ohne weiteres geben und wir sind natürlich gefangen in unsere eigene Mobilität.

00:30:43: Das erfordert das Verkehrsinfrastruktur-Investition tätige.

00:30:51: Wir sind in der physischen Welt.

00:30:53: Wir können auf der einen Seite in der digitalen Welt Überraschungen erleben.

00:30:58: digital durch Vernetzung, durch Automatisierung die Mobilität besser machen müssen.

00:31:05: Am Ende des Tages wenn die Straße, wenn die Brücke, wenn der Regionalzug nicht funktioniert dann nützt mir auch ein Regionalzug mit einer App-Verbindung relativ wenig.

00:31:22: und das ist glaube ich so die Erkenntnis die auch ankommen muss im politischen Raum dass eine wesentliche Voraussetzung, um auch diese ganzen Vorteile der Digitalisierung und der KI zu ermöglichen nur dann realisiert werden können wenn die physische Infrastruktur dafür leistungsfähig ist.

00:31:41: Ja also würde ich zusammenfassend nochmal zu sagen Thema Trends, Innovationen und Mobilität.

00:31:50: Ich denke, Herr Prof.

00:31:51: Schultz, Sie haben es wirklich klasse aufgezeigt wie komplex dieses Thema ist Wie auch strategische Themen eine Rolle spielen?

00:31:59: Wie auch selbst geopolitische Themen da eine sehr große Rolle spielen Und das Thema auch treiben in verschiedene Richtungen.

00:32:08: Dafür kann ich würde sagen, Herr Professor Schultze herzlichen Dank für das tolle interessanter Gespräch mit Ihnen.

00:32:14: Ja, ich bedanke mich auch ganz herzlich und schöne Grüße nach München.

00:32:17: Vielen Dank!

00:32:19: Und danke Ihnen liebe Zuhörerinnen und Zuhörer fürs dabei sein.

00:32:24: Wenn Ihnen diese Folge gefallen hat empfehlen Sie uns gerne weiter und abonnieren sie den Podcast auf der Plattform Ihrer Wahl damit Sie keine Folge mehr verpassen.

00:32:35: Bis zum nächsten Mal Ihr Wolfgang Schulz.

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